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Links gehören zum Fundament jeder Website. Sie verbinden Inhalte, führen Nutzer durch Seitenstrukturen und zeigen Google, wie deine Seite aufgebaut ist. Umso problematischer wird es, wenn sie ins Leere laufen. Genau das passiert bei sogenannten Broken Links – also Verlinkungen, die auf Seiten führen, die es nicht mehr gibt oder die aus anderen Gründen nicht erreichbar sind.

Schlecht ist es, wenn diese Fehler unbemerkt bleiben. Wird eine URL geändert, eine externe Seite abgeschaltet oder eine Datei gelöscht und der Link verweist plötzlich ins Nichts, kann es Probleme geben. Das sieht nämlich nicht nur unsauber aus, sondern wirkt sich auch auf die Nutzererfahrung und dein Ranking aus. Wer auf eine Website trifft, auf der ständig 404-Fehler auftauchen, springt schneller wieder ab. Und genau das registriert auch Google.

 

Wie Broken Links überhaupt entstehen

Mit der Zeit verändert sich jede Website. Du ergänzt neue Inhalte, passt bestehende Seiten an, überarbeitest Menüstrukturen oder schaltest veraltete Beiträge ab. Dabei können Links innerhalb deiner Seite ins Leere laufen, wenn du vergisst, sie mit der neuen Struktur abzugleichen. Auch bei externen Verlinkungen passiert das häufiger, als man denkt – zum Beispiel, wenn empfohlene Inhalte gelöscht, verschoben oder umgeleitet werden, ohne dass du davon erfährst.

 

Typische Ursachen für Broken Links sind zum Beispiel:

  • Seiten, die gelöscht oder archiviert wurden
  • Umzüge auf ein neues CMS ohne saubere Weiterleitungen
  • geänderte URL-Strukturen, z. B. durch neue Kategorien oder Slugs
  • externe Quellen, die offline gehen oder ihre Inhalte neu strukturieren
  • einfache Tippfehler bei der Eingabe eines Links

Je größer deine Seite wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass solche Fehler auftreten. Und wenn du sie nicht regelmäßig überprüfst, sammeln sie sich über die Zeit – mit sichtbaren Folgen.

 

Warum Broken Links deiner Seite schaden können

Fehlerhafte Links wirken oft unscheinbar, doch mit der Zeit können sie den Eindruck deiner gesamten Seite verändern. Wenn Besucherinnen und Besucher auf Inhalte stoßen, die nicht mehr erreichbar sind, entsteht schnell der Eindruck, dass die Seite veraltet oder ungepflegt ist. Das kann dazu führen, dass weniger Zeit auf der Seite verbracht wird, Vertrauen verloren geht und Nutzerinnen oder Nutzer abspringen, bevor sie überhaupt gefunden haben, wonach sie gesucht haben.

Auch für Suchmaschinen ist das ein Signal. Google bewertet nicht nur den Inhalt, sondern auch die technische Verlässlichkeit deiner Seite. Wenn regelmäßig Links ins Leere führen, kann sich das negativ auf die Platzierung auswirken – vor allem dann, wenn wichtige Unterseiten betroffen sind oder viele externe Quellen ins Nichts führen. Und nicht zuletzt leidet auch die interne Struktur: Sind Inhalte nicht mehr korrekt miteinander verbunden, verlieren Seiten an Orientierung, Logik und Auffindbarkeit.

 

Wie du Broken Links auf deiner Seite findest

Um tote Links aufzuspüren, brauchst du keine komplette manuelle Durchsicht. Es gibt Tools, die dich dabei unterstützen und dir schnell zeigen, welche URLs nicht mehr erreichbar sind. Die Google Search Console ist ein guter Anfang, weil sie Crawling-Fehler meldet. Darüber hinaus helfen Dienste wie Dead Link Checker oder SEO-Tools mit integrierter Linkanalyse dabei, systematisch nachzusehen. Auch einige CMS-Plugins prüfen automatisch im Hintergrund.

Am besten planst du solche Checks regelmäßig ein. Denn je früher du solche Probleme erkennst, desto leichter lassen sie sich beheben. Ein monatlicher oder quartalsweiser Rhythmus reicht oft schon aus, um deine Seite sauber zu halten.

 

Wie du fehlerhafte Links behebst, ohne deine Inhalte zu verlieren

Sobald du weißt, welche Links nicht mehr funktionieren, geht es darum, die richtigen Maßnahmen zu treffen. Einfach löschen ist nicht immer die beste Lösung – vor allem dann nicht, wenn der Link ursprünglich in einem sinnvollen Zusammenhang stand. Oft ist es besser, nach einer passenden Alternative zu suchen oder die Struktur so anzupassen, dass der Lesefluss erhalten bleibt.

Bei internen Links kannst du prüfen, ob es eine aktuelle Version oder einen thematisch ähnlichen Inhalt gibt, auf den du stattdessen verweisen willst. Wenn die Seite komplett entfallen ist, lohnt sich manchmal auch eine kurze inhaltliche Anpassung, damit der Abschnitt ohne Verlinkung verständlich bleibt. Bei externen Links gilt dasselbe: Gibt es eine neue Quelle? Ist der Inhalt vielleicht an anderer Stelle verfügbar? Falls nicht, solltest du den Link zumindest entfernen, damit keine Irritation beim Lesen entsteht.

Wichtig ist, dass du solche Korrekturen nicht aufschiebst. Auch wenn ein einzelner defekter Link unscheinbar wirkt – in der Summe stören sie den Eindruck deiner Seite, unterbrechen Zusammenhänge und können dafür sorgen, dass Inhalte weniger vertrauenswürdig wirken.

 

Fazit: Klein, aber nicht harmlos

Broken Links gehören zu den Problemen, die sich mit der Zeit einschleichen und lange unbemerkt bleiben. Sie wirken auf den ersten Blick nicht dramatisch, können aber die Nutzererfahrung spürbar verschlechtern und das Vertrauen in deine Seite untergraben. Gleichzeitig senden sie Signale an Suchmaschinen, die sich langfristig auf dein Ranking auswirken können.

Gerade weil sie technisch leicht zu finden und die Fehler vergleichsweise einfach zu beheben sind, lohnt es sich, ihnen regelmäßig Aufmerksamkeit zu schenken. Ob du selbst prüfst, automatisierte Tools nutzt oder dir Unterstützung holst – wichtig ist nur, dass du das Thema nicht ignorierst. Denn stabile Verlinkungen zeigen nicht nur Google, dass deine Seite funktioniert, sondern auch allen, die sie besuchen.

 

FAQs zum Thema Broken Links

Wie viele Broken Links sind „noch okay“, bevor es wirklich kritisch wird?

Es gibt keine feste Zahl, aber kritisch wird’s, wenn wichtige Seiten betroffen sind (z. B. Produktseiten, Kontakt, Top-Ratgeber) oder wenn sich Fehler häufen, sodass Nutzer regelmäßig in Sackgassen landen. Auch viele Broken Links auf stark frequentierten Seiten wirken schneller negativ als dieselbe Anzahl auf alten, kaum besuchten Beiträgen.

 

Was ist der Unterschied zwischen einem 404-Fehler und einem 410-Status und warum ist das wichtig?

404 heißt: „nicht gefunden“ (kann auch temporär sein).
410 heißt: „dauerhaft entfernt“.
Für Suchmaschinen ist 410 ein klareres Signal, Inhalte schneller aus dem Index zu nehmen. Praktisch relevant, wenn du bewusst Inhalte gelöscht hast und nicht willst, dass Google lange „hofft“, sie kommen wieder.

 

Sollten kaputte externe Links immer entfernt werden oder kann man sie ersetzen, ohne Vertrauen zu verlieren?

Ersetzen ist oft besser als löschen, wenn der Link eine Quelle belegen oder Mehrwert bieten sollte. Ideal: eine gleichwertige, aktuelle Alternative. Wenn keine seriöse Alternative existiert, ist Entfernen besser als Nutzer ins Nichts zu schicken. Optional kannst du statt eines Links auch kurz den Fakt im Text neu absichern (z. B. mit einer anderen Quelle).

 

Wie gehe ich mit Broken Links um, die Backlinks von anderen Websites betreffen?

Wenn andere Websites auf eine gelöschte URL von dir verlinken, verlierst du potenziell Wert und Besucher. Lösung: passende Weiterleitung (301) auf eine thematisch passende Seite oder ein aktualisiertes Pendant. Wenn es keinen passenden Ersatz gibt, kann eine gut gemachte Custom-404-Seite (mit Suche, Kategorien, wichtigen Links) zumindest Nutzer auffangen.

 

Wie sieht eine gute „Custom 404“-Seite aus, damit Nutzer nicht sofort abspringen?

Eine gute 404-Seite ist keine Entschuldigungstapete, sondern ein Rettungsboot:

  • klare Info: Seite existiert nicht (ohne Drama)

  • Suchfeld

  • Links zu wichtigen Kategorien/Top-Seiten

  • ggf. „Beliebte Inhalte“ oder „Neueste Artikel“

  • optional: Kontaktmöglichkeit oder Hinweis „Link melden“

Damit fühlen sich Nutzer weniger wie in einer digitalen Ruine und bleiben eher auf der Seite.

Autor

  • René Reinisch ist seit 2011 im Online-Marketing aktiv und hat sich auf Linkbuilding sowie digitale PR spezialisiert. Durch eigene Projekte testet er regelmäßig Strategien in der Praxis und betreut gleichzeitig namhafte Kunden aus unterschiedlichen Branchen.

    14+ Jahre Erfahrung im SEO- und Linkbuilding-Umfeld

    Fokus auf nachhaltige Backlinkstrategien & digitale Sichtbarkeit

    Arbeitet mit eigenen Projekten und renommierten Unternehmen

    Teilt sein Wissen als Autor, Sparringspartner und Branchenkenner

    René versteht Linkaufbau nicht als Massenware, sondern als gezieltes Instrument zur Sichtbarkeitssteigerung. Sein Praxiswissen fließt direkt in seine täglichen Maßnahmen ein – messbar, transparent und individuell abgestimmt.

     

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