Backlinks gehören seit Jahren zu den wichtigsten Bausteinen der Suchmaschinenoptimierung. Doch auch bloße Erwähnungen deiner Marke können wertvoll sein, selbst wenn dabei kein klickbarer Link zu deiner Website gesetzt wird. Taucht dein Unternehmen zum Beispiel in einem Fachartikel, einem Vergleich oder einer Bestenliste auf, zeigt das trotzdem, dass deine Marke in deinem Themenbereich wahrgenommen wird.
Durch KI-Suchen gewinnen solche Mentions zusätzlich an Bedeutung, denn dort zählt nicht nur, welche Websites auf dich verlinken. Ebenso wichtig ist, wo deine Marke genannt wird, in welchem Zusammenhang sie auftaucht und wie sie beschrieben wird. Mentions und Backlinks erfüllen dabei zwar unterschiedliche Aufgaben, können sich aber besonders gut ergänzen.
„Wer Mentions und Backlinks sauber kombiniert und eine konsistente Markenbotschaft einhält, wird zukünftig die KI-Systeme dominieren.“
— René Reinisch, Gründer und Geschäftsführer der RR Digital Solutions GmbH
Was sind Mentions?
Eine Mention ist eine Erwähnung deiner Marke, deines Unternehmens oder eines Produkts auf einer fremden Website. Dabei wird zwischen zwei Varianten unterschieden.
Eine Linked Mention enthält einen anklickbaren Link zu deiner Website. Sie ist also gleichzeitig eine Markenerwähnung und ein Backlink.
Bei einer Unlinked Mention wird deine Marke zwar genannt, aber nicht verlinkt. Das kann beispielsweise in einem Fachartikel, einem Interview, einer Produktübersicht, einem Testbericht oder einem Beitrag in den sozialen Medien passieren.
Beide Varianten können deine Bekanntheit steigern. Lesen Nutzer deinen Markennamen regelmäßig in glaubwürdigen Quellen, bleibt dein Unternehmen eher im Gedächtnis und wird als relevanter Anbieter wahrgenommen. Eine verlinkte Erwähnung bietet zusätzlich einen direkten Weg zu deiner Website.
Was unverlinkte Mentions leisten können
Eine unverlinkte Erwähnung bietet keinen direkten Klickweg zu deiner Website und besitzt auch nicht dieselben technischen Eigenschaften wie ein Backlink. Trotzdem kann sie deine Marke stärken.
Wird dein Unternehmen in einem relevanten Medium genannt, erreichst du möglicherweise Menschen, die dich vorher noch nicht kannten. Gleichzeitig beeinflusst der Beitrag, mit welchen Themen und Eigenschaften deine Marke verbunden wird.
Der Kontext ist dabei entscheidend. Eine bloße Namensnennung sagt wenig aus. Deutlich hilfreicher ist eine Beschreibung, die erklärt, was du anbietest, für wen dein Angebot geeignet ist und wodurch du dich von anderen Unternehmen unterscheidest.
Statt nur zu schreiben:
„Zu den Anbietern gehört auch Beispielmarke.“
könnte eine redaktionelle Einordnung lauten:
„Beispielmarke richtet sich vor allem an kleine Unternehmen, die eine unkomplizierte Lösung ohne lange Einarbeitung suchen.“
Die zweite Variante gibt deiner Marke ein deutlich klareres Profil. Leser erkennen sofort, wann das Angebot für sie interessant sein könnte. Auch KI-Systeme erhalten dadurch mehr Kontext, um dein Unternehmen einem Thema oder einer Zielgruppe zuzuordnen und dich sichtbarer zu machen.
Warum Mentions für KI-Suchen wichtiger werden
Viele Menschen suchen nicht mehr ausschließlich über klassische Google-Ergebnisse nach Produkten, Dienstleistern oder Unternehmen. Sie fragen ChatGPT, Gemini, Claude oder Perplexity nach Empfehlungen und lassen sich passende Anbieter direkt zusammenstellen.
Dabei verlassen sich KI-Systeme nicht nur auf das, was du auf deiner eigenen Website über dein Unternehmen schreibst. Sie greifen auch auf externe Quellen zurück. Dazu gehören Fachmedien, Vergleichsportale, Bestenlisten, Branchenbeiträge, Studien oder Testberichte.
Taucht deine Marke wiederholt in glaubwürdigen Quellen auf, kann das dabei helfen, dein Unternehmen klarer einzuordnen. Besonders wertvoll sind Nennungen, die nicht nur deinen Namen enthalten, sondern deine Marke mit einer konkreten Leistung, Zielgruppe oder Stärke verbinden.
Eine einzelne Mention sorgt natürlich nicht automatisch dafür, dass eine KI dein Unternehmen empfiehlt. Mehrere konsistente Erwähnungen auf passenden Websites können jedoch ein deutlicheres Bild davon zeichnen, wofür deine Marke steht.
Nicht jede Mention ist automatisch hilfreich
Achte nicht nur darauf, dass dein Markenname irgendwo erscheint. Du solltest immer prüfen, wie dein Unternehmen dargestellt wird. Veraltete Informationen, falsche Leistungsbeschreibungen oder ein unpassender Zusammenhang können ein Bild erzeugen, das nicht mehr zu deiner Marke passt. Besonders problematisch wird es, wenn verschiedene Websites widersprüchliche Angaben verbreiten.
Kontrolliere deshalb regelmäßig:
- auf welchen Websites deine Marke erwähnt wird,
- ob die Informationen noch stimmen,
- in welchem Zusammenhang dein Unternehmen erscheint,
- welche Seiten auf dich verlinken,
- welche Backlinks neu hinzugekommen oder weggefallen sind,
- und ob sich unverlinkte Mentions nachträglich in verlinkte Erwähnungen verwandeln lassen.
Teste außerdem typische Fragen deiner Zielgruppe in unterschiedlichen KI-Systemen. So erkennst du, ob deine Marke genannt wird, welche Quellen dabei auftauchen und wie dein Unternehmen beschrieben wird.
Sind Backlinks jetzt also ausgestorben?
Ganz klar: nein. Backlinks bleiben ein wichtiger Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung und können auch 2026 viel für deine Sichtbarkeit tun. Sie führen Nutzer direkt auf deine Website, stärken die Verbindung zwischen relevanten Inhalten und helfen Suchmaschinen dabei, deine Seite thematisch einzuordnen.
Verändert hat sich vor allem der Blick auf ihre Qualität. Ein Backlink ist besonders wertvoll, wenn er auf einer passenden Website erscheint, sinnvoll in den Inhalt eingebunden ist und deine Marke im richtigen Zusammenhang nennt. Genau hier treffen Linkbuilding und Mentions aufeinander.
Eine gute Platzierung besteht deshalb idealerweise nicht nur aus einem Link. Sie erklärt auch, warum dein Unternehmen erwähnt wird, welche Leistung du anbietest und für wen dein Angebot interessant ist. Der Link bringt Nutzer auf deine Website, während die Mention deiner Marke ein klares Profil gibt.
Professionelles Linkbuilding bleibt damit weiterhin relevant. Es geht nur noch weniger als ohnehin schon darum, möglichst viele beliebige Links zu sammeln, sondern gezielt dort zu platzieren, wo deine Zielgruppe sucht, liest und Entscheidungen trifft.
Auch unverlinkte Mentions können ein guter Ausgangspunkt sein. Wird deine Marke bereits positiv genannt, lässt sich die Redaktion möglicherweise davon überzeugen, nachträglich einen passenden Link zu ergänzen. So wird aus einer bestehenden Erwähnung eine Linked Mention, die Markenwirkung und direkten Traffic miteinander verbindet.
Fazit: Mentions und Backlinks ergänzen sich
Mentions machen deine Marke sichtbar und sorgen dafür, dass sie mit den richtigen Themen, Leistungen und Zielgruppen verbunden wird. Backlinks führen Nutzer zusätzlich auf deine Website und unterstützen deine Sichtbarkeit in Suchmaschinen.
Am stärksten sind beide deshalb gemeinsam. Eine glaubwürdige Erwähnung in einem passenden redaktionellen Umfeld, ergänzt durch einen sinnvoll gesetzten Link, bringt dir mehr als eine bloße Namensnennung oder ein Backlink ohne Kontext.
Achte beim Linkaufbau daher nicht nur darauf, ob deine Website verlinkt wird. Ebenso wichtig ist, wie deine Marke beschrieben wird, wo die Platzierung erscheint und ob sie zu deinem Angebot passt. So entsteht Linkbuilding, das nicht nur kurzfristig einen Trafficboost liefert, sondern langfristig deine Bekanntheit und Sichtbarkeit stärkt.